Redaktionsplan

Diese Frage habe ich ich mir früher gerne mal gestellt, wenn ich über das Thema Bloggen, Social Media und Planung für diese Kanäle ging. Wie ihr wisst, hatte ich ja bis vor kurzem noch gar keinen Scoial-Media-Auftritt und daher nur diesen Blog. Und der kam (fast) ganz ohne große Planung aus.

Doch ich habe gemerkt, dass es durchaus Sinn macht, seine Inhalte vorausschauend zu planen. Denn das gibt mir:

  • Zeit, um den geplanten Beitrag zu recherchieren und zu verfassen
  • Zeit, den Blog-Post oder Instagram-Beitrag ggf. anzukündigen
  • und mit den richtigen Tools vergesse ich nicht, dass ich es veröffentlichen wollte

Zurück zum Anfang

Als ich diesen Blog vor fast drei Jahren ins Leben rief, war das für mich zunächst nur eine kleine Spielerei. Es sollte ja eine reine Plattform werden, die nur meine Bücher präsentieren sollte.

Doch ziemlich schnell merkte ich, dass ich nicht so schnell ein Buch veröffentlichen kann, wie ich es mir erträumt hatte. Also musste ich auch den Blog noch aufbauen uns schreibe seit dem mehr oder weniger regelmäßig irgendwas. Mal eine Rezension zu einem Buch, mal ein paar Infos, wie ich mich besser selbst organisiere.

Aber immer (noch) ohne große Vorausplanung.

Und dann kam ich auf die Idee mit dem Instagram …

Genau. Denn – so hört man es von vielen Seiten – bevor ich erfolgreich meine Bücher verkaufen kann, muss ich ja erst einmal genügend Menschen für das interessieren, was ich hier tue. Also habe ich im Juli meinen Instagram-Account ins Leben gerufen und auch dort fleißig gepostet, was man hier auf meinem Blog wiederfindet.

Aber Social Media funktioniert etwas anders, als mein Blog. Hier muss man deutlich öfter einen Beitrag verfassen, um nicht in der Versenkung zu verschwinden und die hart erkämpften Follower zu verlieren. Nur ein- oder zweimal im Monat zu posten, bringt einen hier nicht weiter. Zumindest nicht, wenn man Instagram auch als Marketingplatform sieht und so nutzen möchte.

Denn dann muss man mindestens zwei oder drei Posts pro Woche veröffentlichen und die richtigen #hashtags verwenden, damit man auch von Leuten gesehen wird, die einen bisher nicht auf dem Schirm hatten.

Damit kommen wir jetzt wirklich mal zu dem Redaktionsplan

Wenn ich also mehr als einmal pro Woche einen Beitrag posten soll, der dann auch noch meinen Lesern und Followern etwas bringt, dann muss ich das gut planen. Denn oft genug kommt mir ja einfach mal das Leben dazwischen. Hier ein Stau auf der Autobahn, wenn ich auf dem Heimweg bin. Dort ein krankes Kind, das mir den letzten Nerv (und jede Kreativität) raubt. Und manchmal fällt mir auch einfach gar nicht spontan ein, was ich euch mitteilen könnte.

Also muss ich mir schon vorher überlegen, was genau ich posten will. Und am besten auch noch, wann. Genau dafür ist so ein Redaktionsplan gedacht. Man legt sich für jeden Tag, an dem man etwas posten möchte bereits vorher fest, um welches Thema es sich drehen soll. Das kann man – bei kleinen Kanälen, wie meinem – am Wochenende für die kommende Woche machen oder bereits Monate im Voraus seine Strategien planen. Letzteres ist für Unternehmen geeignet, die langfristige Werbekampagnen planen oder Autoren, die ihre Buchveröffentlichungen schon Monate im Voraus ankündigen können.

Auf jeden Fall bietet so ein Redaktionsplan einen Rahmen, in dem man seine Post-Ideen an die richtige Stelle packen und den Betrag dann nur noch verfassen muss. Man hat viel weniger Stress, um sich auf die Schnelle irgend etwas überlegen zu müssen. Statt dessen, kann ich mir in Ruhe Zeit nehmen, den Artikel oder Post zu recherchieren und dann auch zu schreiben.

Oft genug bin ich auch mehr als rechtzeitig fertig, um den Beitrag dann vorplanen zu können. Das bedeutet, dass ich meinen Text- und Bild-Beitrag an geeigneter Stelle erfasse, abspeichere und dann eine Zeit festlegen kann, zu der es automatisch veröffentlicht wird.

Wie sieht so ein Redaktionsplan überhaupt aus?

Das kommt immer auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen an. Arbeitet man im Team mit Anderen zusammen? Dann machen Tools wie Trello, Asana oder auch ein geteiltes Google-Spreadsheet Sinn, auf das alle Mitarbeiter Zugriff haben.

Bist Du – wie ich – eine One-Woman-Show? Dann tut’s auch ein ein Kalender aus Papier. Wichtig ist, dass Du damit zurecht kommst und Du dieses System mit Leben füllen kannst.

Redaktionsplan
mein Redaktionsplan als Beispiel

In dem Bild hier könnt ihr sehen, wie ich mir meinen eigenen Redaktionsplan zurecht gebastelt hatte. Ich habe insgesamt 4 verschiedene Kanäle, auf denen regelmäßig etwas erscheinen soll.

Um den Redationsplan auch unterwegs bearbeiten zu können (weil mir gerade beim Einkaufen irgend eine spannende Idee kommt), habe ich ein Google-Spreadsheet angelegt. Dort habe ich für jeden Tag eine Zeile und jeden Kanal eine Spalte angelegt. So bekam ich zwei Monate nebeneinander.

Dazu gibt es über jedem Monat noch ein übergreifendes Thema. Also ein Thema, das sich in den einzelnen Posts wiederfinden soll. Von dieser Idee bin ich zwischenzeitlich wieder abgerückt. Denn dafür muss ich wohl mehr als nur ein oder zwei Wochen im Voraus planen und das klappt bei mir zur Zeit einfach nicht. Vielleicht nehmen ich das in der Zukunft noch einmal auf, aber nicht jetzt.

Du hast gar keine Ideen, was du Posten sollst?

Auch für dieses Dilemma gibt es Lösungen. Im Internet gibt es zahlreiche kostenlose und kostengünstige Möglichkeiten, sich mit Ideen zu versorgen.

Am einfachsten gelingt das natürlich mit bereits vorgefertigten Redaktionsplänen, wie zum Beispiel den vom t3n-Magazin. Wichtige und kuriose Feiertage (wer kennt zum Beispeil den Systemadministrator-Tag?) sind hier bereits markiert, so dass man sich für diese im Vorfeld Tage Gedanken machen kann. Auf der Seite von t3n findet ihr auch Links zu weiteren Seiten, die euch helfen den Plan mit Leben zu füllen.

Wer Ideen zu einem speziellen Thema sucht, der findet auch hierfür genügend Vorlagen, die man kostenfrei oder zumindest günstig erwerben kann.

Als Autorin habe ich mir zum Beispiel den Social-Media-Kalender von der lieben Annika Bühnemann geholt. Sie hat für 366 Tage Ideen zusammengestellt, die auf das Marketing von Autoren abgestimmt sind. Den gibt es sowohl als digitale Version über den Link oben oder auch als Soft- oder Hardcover-Buch beim Buchhändler eures Vertrauens [Links folgen]. Ich nutze genau diesen SMK gerade eine Woche, doch er hat mir bereits jetzt Zeit und Nerven gespart. Und ich konnte problemlos und stressfrei meinen Instagram-Beitrag vom Dienstag planen, verfassen und veröffentlichen.

Solche hilfreichen Ideen-Sammlungen gibt es auch für andere Bereiche und man kann Posts, die vielleicht für einen Scial-Media-Kanal gedacht sind, auch auf einen Blog übertragen und umgekehrt. Ich finde sie eine wirklich toll und habe das Geld dafür sehr gerne ausgegeben.

Mein Fazit

Wer nur einen kleinen Blog oder Social-Media-Kanal hat, auf dem nicht so regelmäßig neuer Content veröffentlicht wird, braucht nicht zwingend einen Redaktionskalender.

Wem ohnehin nie die Ideen ausgehen und binnen Minuten einen Post- oder Blogbeitrag verfassen kann, auch für den ist so eine Redaktionsplan nicht unbedingt nötig.

Gehört ihr aber zu Mehrheit und wisst nicht was ihr als nächstes posten sollt oder kommt auch mit den Tagen, an denen ihr etwas veröffentlichen wollt durcheinander. Dann solltet ihr euch einen Redaktionskalender oder Contentplanner zulegen. Ob ihr den dann mit einer gekauften Ideensammlung zum Leben erweckt oder selbst aktiv nach Inhalten sucht, bleibt dabei ganz euch überlassen.

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