Ein Prolog

Die Sonne scheint, als hätte der Wettergott genauso gute Laune, wie ich. Gestern ist meine Schwester endlich abgereist und heute kommt mein bester Freund vom College wieder. Kann es einen besseren Tag geben? Ich glaube ja nicht.

Kurz überlege ich, das Auto zu nehmen. Aber die zwei Blocks bis zu Mark kann ich auch einfach zu Fuß laufen. Nicht einmal zwanzig Minuten später nehme ich die drei Stufen der Veranda auf einmal und klopfe an die Tür. Doch sie ist nur angelehnt und lässt sich direkt aufschieben.

Mein Weg führt mich durch den Flur direkt zur Küche. Schließlich war das hier als Kind mein zweites Zuhause und kenne den Weg im Schlaf. Die vertraute Stimme von Marks Mutter ruft Erinnerungen an diese Zeit wach. Als ich um die Ecke durch die Tür biege steht sie mit ihrem Rücken zu mir.

„Hey Mrs. Anderson“, sage ich.

Sie dreht sich zu mir und ihr Gesicht fängt an zu strahlen, als sie mich entdeckt. „Rick! Wie schön, dich zu sehen.“ Mit ausgestreckten Armen kommt sie auf mich zu und drückt mich fest an sich. Ich beuge mich zur ihr hinunter. um die Geste zu erwidern.

Aus dem Augenwinkel sehe ich eine Bewegung auf der anderen Seite des Raumes. Mein Blick gleitet zu der Person die dort steht und mich neugierig ansieht. Mit ihren grünen Augen und den glatten blonden Haaren, der weißen Bluse und der Leinenhose wirkt sie wie ein Engel.

Ein Engel, von dessen Anblick ich mich nicht losreißen kann. Selbst, als mich Mrs. Anderson aus ihrer Umarmung entlässt und mit einem fröhlichen „Dann werde ich meinen Jungen mal suchen“ den Raum verlässt.

Mein Mund ist wie ausgetrocknet. Ich bekomme kein Wort heraus. Kann das wunderschöne Wesen auf der anderen Seit der Arbeitsplatte nur anstarren.

Und dann macht sie einen Schritt auf mich zu. Streckt ihre Hand nach mir aus, so dass ich sie reflexartig ergreife. Die Wärme ihrer zarten Finger strömt in mein Hand und ein wohliges Kribbeln breitet sich aus.

„Du bist also Rick? Ich bin Sienna.“
„Hi“, ist alles was ich herausbringe.

Ein Schlag auf meinen Rücken holt mich aus meiner Trance.

„Oh, ihr habt euch schon vorgestellt?“ Mark grinst breit, legt den Arm um die Frau mir gegenüber und drückt ihr zärtlich einen Kuss auf den Mund.

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