Bettlektüre

Als Megan Tristan nach einem Zauber fragt, der den Fluch zum Schweigen bringen soll, der sie bereits ihr ganzes Leben verfolgt, nimmt Tristan es auf sich, sie davon zu überzeugen, dass der ‚Fluch‘ eigentlich ein Geschenk ist. Die Gedanken und Stimmen Anderer, die Megan in ihrem Kopf hören kann, haben sie zu einem Außenseiter werden lassen – in ihrer Familie, bei ihren Freunden, in der Gesellschaft. Zu wissen, was andere Menschen denken, ist nichts womit sie länger leben möchte. Und wenn Tristan ihr nicht hilft, dann wird sie sich selbst retten müssen. Tristan ist überzeugt, dass er die lauteste Stimme in Megans Kopf sein muss. Doch wie verführt man eine Frau, die jeden deiner Gedanken auch aus der Entfernung hört.

Überblick

Megan flieht aus ihrem Heimatstädtchen Hanson, das im Süd-Osten der USA, genauer in Georgia, liegt. Schon seit sie ein Kind war, konnte Sie die Gedanken anderer in ihrem Kopf hören.
Und – wie es bei Kindern nun einmal ist – plapperte sie ihr Wissen um die Dinge, die andere nur denken, immer aus und schaffte es so, dass sie von allen in ihrer Umgebung gemieden und sogar gehasst wurde.
Ihr Vater – der örtliche Priester in dieser Gemeinde – ging sogar soweit, Megan öffentlich als Besessene zu brandmarken und versuchte ihre Dämonen auszutreiben, seit sie ein kleines Kind war.
Doch Megan will sich nicht länger von ihm tyrannisieren lassen und verschwindet nach seiner letzten ‚Austreibungsaktion‘. Mit ihrem Auto fährt sie quer durch die USA, von der einen Küste hinüber zur Anderen.
Und als sie in L.A. ankommt, findet sie, dass sie an diesem Fleckchen bleiben möchte und sucht sich schnell eine Wohnung. Da sie aufgrund ihrer Fähigkeiten schon längst keinen Büro-Job mehr hat, sondern von zu Hause aus arbeitet, ist das ohnehin kein Problem.
Megan lernt ihre neue Umgebung zaghaft kennen und entdeckt dabei den Zauberladen, der Tristan gehört. Dieser ist aktuell von dem Zauber einer Verflossenen Tristans belegt und scheinbar ist Megan die einzige Kundin, die sich laut über die Preise wundert.
Zum Dank für ihre Hilfe, will Yasmin Megan bei ihrem Zauber helfen – auch wenn sie nicht genau weiß, wofür oder wogegen er eigentlich sein soll.
Tristan ist bereits von der ersten Begegnung an von Megan fasziniert. Er findet sie attraktiv, obwohl Sie genau das Gegenteil der Frauen ist, mit denen er sich sonst umgibt. Doch Tristan hat in letzter Zeit auch mehr und mehr das Bedürfnis nach einer engeren Beziehung – so wie es seine Schwester Delilah und seine Freundin und Angestellte Yasmin in den letzten Jahren gefunden haben.

Nachdem beide einen One-Night-Stand haben und Megan Tristan dann verlässt – da dies sonst seine Art ist, geht Megan davon aus, dass es auch bei ihr so sein wird – merkt dieser schnell, dass er mehr als nur dieses eine Mal will und begibt sich auf die Suche. Megan will endlich Mal eine Beziehung, die sie auch genießen kann, ohne Angst zu haben, mir Vorwürfen überhäuft zu werden, wie es schon mehrmals erleben musste. Also sagt sie ihm nicht, dass sie seine Gedanken hören kann.

Wie das Leben so spielt, findet Tristan es natürlich heraus. Aber er findet ihre Fähigkeit ganz und gar nicht erschreckend, wie sie es von früheren Beziehungsversuchen gewohnt ist. Er überzeugt Megan, es mit ihm zu versuchen.

Doch Megan möchte nichts mehr, als die Stimmen in ihrem Kopf zum Schweigen zu bringen. Sie lässt sich von Yasmin bei einem Zauber helfen, der das bewerkstelligen soll. Und es funktioniert auch – irgendwie. Sie kann zwar die meisten Stimmen nicht mehr hören, aber Tristan kommt immer noch klar und deutlich bei ihr an.
Beide werden immer mehr zu einem richtigen Paar, dass nicht nur im Bett, sonderen eben auch außerhalb des Schlafzimmers viel Zeit miteinander verbringt und sich kennenlernt.

Eines Tages bekommt Megan einen Anruf ihrer Mutter, die sie bittet wieder nach Hause zu kommen, da Megans Vater einen Schlaganfall hatte. Sie fährt – gegen Tristans Rat – zu ihrerer Familie, denn trotz allem Schmerz, ist es eben ihre Familie und sie will ihre Mutter und Geschwister in dieser Zeit unterstüzen. In der Zwischenzeit unternimmt Tristan seine eigene „Reise“ – er erlaubt sich, das zu erleben, was Megan ohne den Zauber jeden Tag durchmachen muss: Die Gedanken anderer Menschen zu hören. Schnell merkt er, dass Megan mit ihrer Ansicht, dass es ein Fluch sei gar nicht so falsch liegt.
Megan – auf der anderen Seite der USA – hat nicht nur mit der Ablehnung ihrer Nachbarn zu tun, sondern inzwischen sogar mit regelrechtem Hass. Denn Megan ist nicht mehr die stille Frau, die so tat als wäre sie nicht anwesend, sondern setzt sich gegen die Ungerechtigkeiten der Anderen zur Wehr.

Aber je mehr sich Megan zur Wehr setzt, um so mehr zieht sie den Zorn und die Abneigung der Kleinstadtbewohner auf sich und eines morgens ist sie in ihrem Zimmer – das von ihren Eltern nach ihrer Flucht vor wenigen Monaten bereits vollständig umgewandelt wurde und kein bisschen mehr an sie erinnert – und hört in diese Kleinstadtbewohner einen Plan schmieden, der ihr gar nicht gefällt. Megan ruft Tristan an und erzählt ihm von ihrer Befürchtung, dass die Mitglieder der Kirchengemeinde ihr offenbar etwas antun wollen. Darauf hin setz sich Tristan in das nächstbeste Flugzeug und fliegt einmal quer über das Land, um der Frau in die er sich verliebt hat, beistehen zu können. Und er kommt gerade noch rechtzeitig, um mit Hilfe seiner eigenen Zauberkräfte das Schlimmste verhindern zu können.

Mein Fazit

★★★★★

Der dritte Teil der Serie ist bereits deutlich professioneller geschrieben, als die beiden ersten Teile. Dadurch fesselte mich diese Geschichte etwas weniger. Sie wirkte recht aufpoliert und stellenweise ein wenig zu glatt.

Das heißt aber nicht, dass die Story schlecht ist. Ganz im Gegenteil, finde ich dass Savannah Kade es wirklich gut verstanden hat den Konflikt zwischen Megan und ihrer Gabe darzustellen. Sie ließ sich von ihrem Vater jahrelang emotional misshandeln, denn wie jedes Kind, wollte auch Megan geliebt werden und versuchte für ihren Vater „gut“ zu sein. Dass sie das niemals schaffen würde, hat sie nun erkannt und bringt natürlich eine ganze Menge an Kilometern zwischen sich und ihren Heimatort, der ihr so viel Leid bescherte.

Als sie dann auf Tristan trifft, ist sie verständlicherweise zurückhaltend mit dem, was sie preis gibt. Auch wenn Yasmin im Laden sehr schnell dahinterkam, will Megan dass, was sie mit Tristan hat, nicht riskieren.

Doch im Gegensatz zu anderen Männern, wendet sich Tristan nicht von ihr ab, als er erfährt, was sie kann. Auch versucht er nicht sie in irgendeiner Weise zu manipulieren, wie es Andere getan haben, wie es auch ihr Vater getan hat. Tristan versteckt seine Gefühle nicht und will Megan genau so haben, wie sie ist – mit ihrer Fähigkeit, nicht wegen ihrer Fähigkeit oder trotz ihrer Gabe. Und auch wenn Megan anfangs nicht glauben kann, dass Tristan sie wirklich genau so annimmt, erkennt sie doch mit der Zeit – und spätestens mit der Rückkehr in ihren Heimatort, was sie hier in L.A. gefunden hat und dass sie Tristan.

Der dritte Teil war sehr angenehm zu lesen. Wie schon erwähnt, war dieser Teil deutlich professioneller geschrieben bzw. editiert, als die beiden ersten Teile. Es gab keine Tippfehler. Auch habe ich keine Logikfehler gefunden und war am Ende wirklich zufrieden mit dem Weg und natürlich dem Ausgang der Geschichte.

Ich kann auch den dritten Teil nur empfehlen.

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